“Der Erfolg des ZEW basiert maßgeblich darauf, zur rechten Zeit gute Fragen zu stellen, um auf diese Weise die aktuellen wirtschaftspolitischen Debatten mit wichtigen Einsichten und Erkenntnissen zu bereichern”, sagt ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD. “Dass dieses Erfolgsrezept tatsächlich aufgeht, ist den hervorragend qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZEW zu verdanken sowie einer Forschungsinfrastruktur, die für die wissenschaftliche Arbeit wertvolle, teilweise sogar einzigartige Forschungsdaten zur Verfügung stellt. Zu nennen sind hier etwa das Mannheimer Innovationspanel oder das Mannheimer Unternehmenspanel.”

Wesentlich für die erfolgreiche Entwicklung des ZEW war von Anfang an auch die nachhaltige Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg sowie die Einbindung in die Metropolregion Rhein-Neckar. Der Metropolregion ist das ZEW insbesondere durch den Förderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW e.V. mit seinen vielen Unternehmensmitgliedern eng verbunden.

Vernetzt in der Metropolregion und Europa

Wichtig für Forschung am aktuellen Rand als Basis kompetenter wirtschaftspolitischer Beratung ist aber auch die seit Institutsgründung vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Metropolregion Rhein-Neckar und insbesondere der Universität Mannheim. “Dies zeigt sich unter anderem durch die gemeinsame Berufung des Präsidenten und weiterer Mitglieder des Leitungspersonals des ZEW”, sagt der kaufmännische Direktor des ZEW, Thomas Kohl. Den engen wissenschaftlichen Kontakt mit der Universität Mannheim zeigt zudem die fruchtbare Kooperation im Rahmen der Leibniz-WissenschaftsCampi “MaCCI” für Wettbewerb und Innovation und “MaTax” für die Bearbeitung steuerpolitischer Fragen, an dem auch die Universität Heidelberg beteiligt ist.

Wie es sich für ein Wirtschaftsforschungsinstitut mit Europa im Namen gehört, ist das ZEW nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene sehr präsent und gerade bei Projektausschreibungen der EU-Kommission außerordentlich erfolgreich. Am ZEW bearbeitete Themen reichen von der Innovations- und Gründungsforschung, über Energiewende und Klimawandel bis hin zu Steuerpolitik oder Eurokrise. Doch auch das frühe Aufgreifen neuer Themen wie etwa Industrie und Arbeit 4.0, die Verteilung von Armut und Reichtum oder die Integration von Flüchtlingen sowie das Wahrnehmen neuer Entwicklungen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung hat am ZEW seit seiner Gründung Tradition und erklärt den Erfolg des Forschungsinstituts. Die am ZEW vor kurzem eingerichtete Forschungsgruppe „Marktdesign“ ist hierfür ein gutes Beispiel.

Marktdesign ist eine recht junge ökonomische Disziplin, die in sich großes Potenzial für die Zukunft birgt. „Diese Forschungseinheit will auf der Grundlage fundierter Analysen die Leistungsfähigkeit von Märkten durch aktives Gestalten, Testen und Implementieren von Regeln verbessern“, erklärt Achim Wambach die Zielsetzung von Marktdesign. Auf dem Gebiet der öffentlichen Beschaffung etwa ließen sich durch entsprechende Optimierung gewaltige Beträge einsparen. Unnötige Ausgaben aus Steuergeldern könnten reduziert werden. Ein lohnendes Feld also für die künftige Arbeit am ZEW, das auch enge Anknüpfungspunkte mit den bisherigen Forschungseinheiten des Instituts aufweist. Beste Aussichten somit für weitere 25 Jahre interessanter Fragen und erfolgreicher Arbeit des ZEW.

Kurz vorgestellt – Das ZEW

Eine gemeinsame Initiative der baden-württembergischen Landesregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth, der Wirtschaft des Landes und der Universität Mannheim führte 1990 zum Beschluss der Gründung eines neuen Wirtschaftsforschungsinstituts. Als Folge dieser Entscheidung nahm im Jahr 1991 in Mannheim das ZEW seine Arbeit auf. Der große Erfolg des Instituts führte zu einer sehr dynamischen Entwicklung. So arbeiten mittlerweile rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Institut, von denen etwa zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind, außerdem rund 100 wissenschaftliche Hilfskräfte sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Besonders große Bedeutung für das ZEW haben auch die fast 100 Research Associates, Professoren und Professorinnen an Hochschulen im In- und Ausland, die sich in die Weiterentwicklung der Forschungsagenda des Instituts einbringen, Projekte anregen und den wissenschaftlichen Nachwuchs begleiten. Im Jahr 2004 wurde das ZEW in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. Deren Institute müssen sich alle sieben Jahre einer Evaluation ihrer Leistung unterziehen. Für das ZEW war es im Jahr 2016 wieder soweit. Dabei wurden dem Forschungsinstitut von den externen Evaluatoren sehr gute bis exzellente Leistungen bescheinigt. Eine Spitzenbewertung, nachdem das ZEW bereits im Jahr 2009 sehr gut beurteilt worden war.

Für Rückfragen zum Inhalt

Prof. Achim Wambach, PhD, Telefon 0621/1235-100, E-Mail wambach@zew.de

Thomas Kohl, Telefon 0621/1235-111, E-Mail kohl@zew.de